Dr. Günter Büchner

Supervision - Coaching - Beratung

Teamentwicklung

Teamentwicklung untersucht die Organisation, Effektivität und Kooperation von Teams in Subsystemen eines Unternehmens.

  • Sie optimiert durch gezielte Maßnahmen das Zusammenspiel der unterschiedlichen, voneinander abhängigen Teilgliederungen bei der Erfüllung der übergeordneten Aufgaben.
  • Sie erhöht die Arbeitszufriedenheit aller Beteiligten.
  • Sie fördert neben dem sozialen Lernen das Systemlernen.

Teamentwicklung ist zukunftsorientiert. Sie arbeitet mittel- und langfristig an der Überwindung von Energieverlusten durch die nachlassende Motivation der MitarbeiterInnen aufgrund struktureller Probleme, mangelnder Unterstützung und Wertschätzung durch die Leitung sowie unzureichender Ressourcen.

Für alle der im Folgenden (in der Praxis und in der Literatur) genannten Probleme können Teams wirksame Gegenmaßnahmen entwickeln:

  • Auch große Teams mit Vollzeit-, Teilzeit-, Pool- und Leasingkräften mit geringem Zugehörigkeitsgefühl ihrer Mitglieder (Einzelkämpfermentalität) und nachlassendem Engagement für die gemeinsamen Ziele der Organisation (wenig Selbstverantwortung) können motiviert werden, wenn die unterschiedlichen Voraussetzungen und Interessen ihrer Mitglieder berücksichtigt werden.
  • Überforderte und unsichere Leitungen können ihre Rolle deutlicher definieren und bewusster reflektieren (u.a. durch Coaching).
  • Zielvereinbarungen können klarer formuliert und Ergebnisse und Zwischenergebnisse besser gesichert werden
  • Durch mehr Transparenz können Mängel in der Aufbau- und Ablauforganisation erkannt und verbessert werden.
  • Termine und Aufgabenabsprachen können verbindlicher gemacht werden.
  •  Regelverstöße können teamöffentlich thematisiert werden.
  • Sanktionen können auf ihre Wirksamkeit geprüft, bei Bedarf neu formuliert und konsequenter angewandt werden.
  • Die Rollen der MitarbeiterInnen (Definition, Grenzen, Erwartungen, Konflikte) sowie ihre Verantwortung und Zuständigkeiten können klarer herausgearbeitet werden.
  • Durch eine wertschätzende Organisationskultur können die meisten Krankmeldungen, (innere und äußere) Kündigungen und Entlassungen vermieden werden.
  • Bei Konkurrenz- und Machtkämpfen können Sachkonflikte von persönlichen Konflikten unterschieden werden.
  • Durch Steuerungsgruppen für Teamentwicklung bzw. Change Management können komplexe Arbeitsprozesse begleitet und Konzept sowie Zielvorstellungen an neue Anforderungen und veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden.
  • Viele Kommunikationsstörungen zwischen den Teilgliederungen und den unterschiedlichen Berufsgruppen und Leitungsebenen können erkannt und behoben werden.
  • Die Kommunikation und Dynamik im informellen System und ihr Einfluss auf die Atmosphäre am Arbeitsplatz und die Motivation der MitarbeiterInnen kann Gegenstand der Reflexion werden.
  • Durch die Einführung von Feedbackregeln und einer konstruktiven Streitkultur (durch einen externen Berater) können Spannungen und Kränkungen reduziert werden.

Mit einem eingeschränkten Mandat für die Entwicklung und Veränderung eines Teilsystems stößt Teamentwicklung an ihre Grenzen, wenn ein Unternehmen „als organisierte Bürokratie“ (Max Weber) die Einsichten und Veränderungsvorschläge der Mitarbeiter eines Subsystems ignoriert oder wenn die technokratische Seite von Management die Oberhand über die menschliche gewinnt. Doch nach den Gesetzen der Systemtheorie wirkt jede Veränderung eines Teilbereiches auf das Ganze zurück – ob beabsichtigt oder nicht.